Bava Metzia 181

Kapitel 181

א לא שאדם רשאי להמיר אלא שאם המיר מומר וסופג את הארבעים א"ל הא מני ר' יהודה היא דאמר לאו שאין בו מעשה לוקין עליו
1 Nicht etwa, daß man umtauschendarf, vielmehr ist, wenn jemand es getan hat, der Umtausch gültig, und er erhält die vierzig [Geißelhiebe]!? Dieser erwiderte: Dies nach R. Jehuda, welcher sagt, man erhalte Geißelhiebe wegen eines Verbotes, durch das keine Handlung ausgeübt wird. –
ב ומי מצית מוקמת לה כר' יהודה והא קתני רישא הכל ממירין אחד האנשים ואחד הנשים והוינן בה הכל לאתויי מאי לאתויי יורש ודלא כר' יהודה
2 Wieso kannst du diese Lehre R. Jehuda addizieren, im Anfangsatze heißt es ja, daß alle umtauschen können, sowohl Männer als auch Frauen, und auf unsere Frage, was das ‘alle’ einschließe, [wurde erklärt,] dies schließe einen Erben ein. Also nicht nach R. Jehuda,
ג דאי כר"י האמר יורש אינו ממיר יורש אינו סומך האי תנא סבר לה כוותיה בחדא ופליג עליה בחדא
3 denn R. Jehuda sagt ja, ein Erbe könne nicht umtauschen, ein Erbe könne nicht [die Hand]stützen!? – Dieser Autor ist seiner Ansicht in der einen Hinsicht und streitet gegen ihn in der anderen Hinsicht.
ד ת"ר החוסם את הפרה ודש בה לוקה ומשלם ד' קבין לפרה וג' קבין לחמור והא אינו לוקה ומת ואינו לוקה ומשלם אמר אביי הא מני ר"מ היא דאמר לוקה ומשלם
4 Die Rabbanan lehrten: Wer einer Kuh das Maul schließt und mit ihr drischt, erhält Geißelhiebe und muß vier Kab für eine Kuh und drei Kab für einen Esel zahlen. – Man verfällt ja aber nicht der Geißelung und der Todesstrafe, der Geißelung und der Geldzahlung!? Abajje erwiderte: Hier ist die Ansicht R. Meírs vertreten, welcher sagt, man verfalle wohl der Geißelung und der Geldzahlung. R
ה רבא אמר אתנן אסרה תורה ואפילו בא על אמו
5 aba erwiderte: Die Tora hat den Hurenlohnverboten, selbst in dem Falle, wenn jemand seine Mutter beschlafenhat.
ו רב פפא אמר משעת משיכה איחייב לה במזונותיה ומילקא לא לקי עד שעת חסימה
6 R. Papa erklärte: Schon beim Ansichziehen ist er zur Fütterung verpflichtet, der Geißelung aber verfällt er erst beim Maulschließen.
ז אמר רב פפא הני מילי בעו מינאי דבי רב פפא בר אבא ופשטי להו לאיסורא חדא כהלכתא וחדא דלאו כהלכתא
7 R. Papa sagte: Über folgende Dinge befragten mich die Jünger der Schule des R. Papa b. Abba, und ich entschied, daß es verboten sei. In einer Sache nach der Halakha, und in einer Sache nicht nach der Halakha.
ח בעו מינאי מהו ללוש את העיסה בחלב ופשטי להו לאיסורא כהלכתא דתניא אין לשין את העיסה בחלב ואם לש כל הפת כולה אסורה מפני הרגל עבירה כיוצא בו אין טשין את התנור באליה ואם טש כל הפת כולה אסורה עד שיסיק את התנור
8 Sie fragten mich, ob man den Teig mit Milch kneten dürfe, und ich entschied ihnen, es sei verboten, nach der Halakha, denn es wird gelehrt: Man darf keinen Teig mit Milch kneten; hat man geknetet, so ist das ganze Brot verboten, wegen der Veranlassungzu einer Übertretung. Desgleichen darf man den Backofen nicht mit Schwanzfettschmieren; hat man ihn geschmiert, so ist das ganze Brot verboten, bis man den Ofen abermals geheizt hat.
ט ואידך בעו מינאי מהו להכניס מין ושאינו מינו לדיר ופשטי להו לאיסורא דלאו כהלכתא
9 Ferner fragten sie mich, ob man Tiere verschiedener Artzusammen in einen Stall bringendürfe, und ich entschied ihnen, es sei verboten, nicht nach der Halakha,
י דאמר שמואל ובמנאפים עד שיראו כדרך המנאפים ובכלאים עד שיכניס כמכחול בשפופרת
10 denn Šemuél sagte: Die Hurenden, wenn sie sich so gehabenwie die Hurenden; die Kreuzungaber, wenn man [das Glied] wie den Schminkstift ins Schminkrohr hineinführt.
יא מתיב רב אחדבוי בר אמי אילו נאמר (ויקרא יט, יט) בהמתך לא תרביע הייתי אומר לא יאחוז אדם הבהמה בשעה שעולה עליה זכר ת"ל כלאים
11 R. Aḥadboj b. Ami wandte ein: Würde es geheißen haben:<i>du sollst dein Vieh nicht begatten lassen</i>, so könnte man verstehen, man dürfe ein Vieh nicht festhalten, wenn das Männchen es besteigt, daher heißt es: <i>verschiedene Arten</i>.
יב לאו מכלל דכלאים אחיזה נמי לא מאי אחיזה הכנסה ואמאי קרי לה אחיזה לישנא מעליא
12 Demnach ist bei verschiedenen Arten auch das Festhalten verboten!? — Unter ‘festhalten’ ist das Hineinführen zu verstehen, nur nennt er es deshalb Festhalten, weil er einen euphemistischen Ausdruck gebrauchen will.
יג אמר רב יהודה מין במינו מותר להכניס כמכחול בשפופרת ואפילו משום פריצותא ליכא מ"ט בעבידתיה טריד מתיב רב אחדבוי בר אמי
13 R. Jehuda sagte: Bei derselben Art darf man sogar [das Glied] wie den Schminkstift ins Schminkrohr hineinführen, und dies ist nicht einmal als Unzüchtigkeitzu betrachten, weil man mit seiner Arbeit beschäftigtist. R. Aḥadhoj b. Ami wandte ein: